30. März bis 24. November 2019 - Sonderausstellung über die Plöner Olsborg im 11. Jahrhundert

Eröffnung am Samstag, 30. März 2019 um 17 Uhr

Die Familienausstellung führt die Besucherinnen und Besucher in die Zeit zurück, als die Insel Olsborg im Großen Plöner See noch ein zentraler Ort der Slawen war. Plune war uim 11. Jahrhundert die Bezeichnung für die slawische Siedlung auf der Insel, der Keimzelle unser heutigen Stadt Plön.

Schon 1949/50 fanden unter Leitung des Archäologen und späteren Leiters unseres Museums Dr. Karl Hucke die ersten Ausgrabungen auf der Insel statt. Die Funde dieser Grabung, wie auch welche aus der Folgezeit werden bei uns im Museum verwahrt. Seit Ende der 1990er Jahren stand die Olsborg erneut im Mittelpunkt der landschaftsarchäologischen Forschung. Unterwassergrabungen entlang des ehemaligen Brückenverlaufs (der „pons longissimus“ vom Festland auf die Olsborg) und mehrere Grabungskampagnen der Ur- und Frühgeschichte der CAU zu Kiel ergaben neue Erkenntnisse hinsichtlich der Datierung der Brücke, der Struktur und Stellung der Siedlung, insbesondere auch Hinweise auf Handwerk, Wirtschaftsformen, Handel und auf die soziale Gliederung. Diese Forschungen gipfelten in der Vorlage der Dissertation von Dr. Nelly Friedland „Die Olsborg und ihr Umfeld – Entstehung, Entwicklung und Bedeutung einer slawischen Region in Wagrien“ im Oktober 2013.

Auf Basis der wissenschaftlichen Erkenntnisse vermittelt die Ausstellung anschaulich die damalige Zeit. Rund 60 Originalfunde der letzten Grabungskampagnen werden als Leihgaben des Archäologischen Landesmuseums Schloss Gottorf erstmalig im Rahmen einer Ausstellung gezeigt werden. Unter den Funden stechen sowohl der sagenumwobene Eichenholzpfahl als auch die zahlreichen Waffenfunde entlang des Brückenverlaufes heraus. Diese Objekte stehen im Zentrum der Ausstellung.

Um diese Funde den Besuchern näher zu bringen, wurde durch unseren ehrenamtlichen Mitarbeiter Jörn Kruse seit über einem Jahr Repliken der Originalobjekte angefertigt. So können die Besucherinnen und Besucher beispielsweise anhand der Repliken die z.T. fragmentierten Originale besser verstehen. Hinzu kommen aufwendige Nachbauten von Fassaden eines Flechtwerkhauses und eines Grubenhauses, sowie beispielsweise Darstellungen einer Töpfergrube, eines Webstuhls und einer Schmiede.

Hinzu kommen mehrere Hands-on-Stationen, die die Ausstellung für Groß und Klein zum Erlebnis werden lassen.

Die Ausstellung wird am Samstag, den 30. März 2019 um 17 Uhr eröffnet. Der Eintritt ist bei der Eröffnung frei - über Spenden freuen wir uns!

Bei der Eröffnung sprechen u.a. :

Landrätin Stephanie Ladwig (Begrüßung), Dr. Ralf Bleile (Direktor des Museums für Archäologie Schloss Gottorf) und Julia Meyer (Einführung)

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