Bürgermeister J. C. Kinder - Plöner Heimatkunde um 1900

Zur Ausstellung:

Johannes Christian Kinder wurde 1843 in Lunden/Dithmarschen geboren. Von 1857 bis 1861 ging er auf eigenem Wunsch auf die Plöner Gelehrtenschule und studierte nach seiner Reifeprüfung Rechtswissenschaften in Heidelberg und Kiel. Nach seiner Tätigkeit als Privatsekretär des Fürsten Lichnowsky in Österreich und beim Landrat in Pinneberg wurde er 1879 zum Plöner Bürger-meister gewählt. 30 Jahre stand er an der Spitze der Stadtverwaltung und wurde bei seiner Verabschiedung aufgrund zahlreicher Verdienste zum ersten Ehrenbürger der Stadt Plön ernannt.

Er hat nicht nur den Finanzhaushalt der Stadt in Ordnung gebracht. Durch seine Initiative entstanden mehrere Bildungsinstititionen, u.a. das Plöner Gymnasium, die Prinzenschule im Schloßpark, die Warteschule am Kannegießerberg, das Alumnat und die Mädchenschule in der Rodomstorstraße und die Biologische Station (heute Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie).

Trotz starker beruflicher Beanspruchung hat er unzählige heimatkundliche Beiträge veröffentlicht. Das „Urkundenbuch der Stadt Plön“ und seine „Beiträge zur Stadtgeschichte“ können als wichtigste Grundlagenwerke der Plöner Heimatkunde bezeichnet werden. Nicht zuletzt war er Begründer des ersten „Plöner Volksmuseums“.

Große Teile seines Nachlasses befinden sich heute im Archiv unseres Museums. Sein Schreibtisch, der im Frühjahr aus Familienbesitz in unsere Sammlung gekommen ist und an dem er viele seiner Schriften verfasst hat, bildet den Kern der Ausstellung, die schlaglichtartig sein umfangreiches Werk beleuchtet.

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